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Alle Meldungen
tick 0.1 Die Furunkel haben mit den Gegenteiligen ein Bündnis geschlossen.
tick 2.19 Die Genialen haben auf Genius den Nationenrat gebaut.
tick 4.18 Die Komödianten haben mit den Unkreativen ein Bündnis geschlossen.
tick 5.7 Die Nummern haben den neuen Planeten SchnellSchnell gegründet.
tick 5.12 Die Komödianten haben den neuen Planeten Operettenstaat gegründet.
tick 5.23 Die Manisch Depressiven haben den neuen Planeten Stagnation gegründet.
tick 7.0 Der Nationenrat hat das Gesetz Staatliche Forschungskontrolle beschlossen.
tick 8.10 Die Unkreativen haben den neuen Planeten Mars gegründet.
tick 10.12 Die Langweiler haben den neuen Planeten Tristesse gegründet.
tick 11.17 Die Nummern haben den neuen Planeten DreiUndZwanzig gegründet.
tick 12.11 Ein Atomunfall auf Langeweile forderte 424k Opfer.
tick 12.12 Die Gegenteiligen haben den neuen Planeten Unfruchtbar gegründet.
tick 13.13 Die Streiker haben mit den Nummern ein Bündnis geschlossen.
tick 14.2 Die Furunkel haben den neuen Planeten Schorf gegründet.
tick 15.17 Die Genialen haben den neuen Planeten Geniale Idee gegründet.
tick 15.19 Ein Atomunfall auf Genius forderte 236k Opfer.
tick 17.0 Der Nationenrat hat das Gesetz Staatliche Forschungskontrolle bestätigt.
tick 24.23 Das Bündnis zwischen den Nummern und den Streiker wurde beendet.
tick 24.23 Die Manisch Depressiven haben mit den Nummern ein Bündnis geschlossen.
tick 25.0 Der Nationenrat hat das Gesetz Amnestie für Kolonisten abgelehnt.
tick 25.7 Die Unkreativen haben den neuen Planeten Jupiter gegründet.
tick 30.8 Die Komödianten haben den neuen Planeten Persiflage gegründet.
tick 33.0 Der Nationenrat hat das Gesetz Galaktischer Frieden beschlossen.
tick 33.0 Die Runde ist beendet, die Unkreativen haben gewonnen!
Alle Kommentare
tick 0.0 - Die Press berichtet:
O. Newert tritt Amt an und beinahe wieder ab

Sinnlos. „Wird doch alles Sinnlos.“ Mit diesen Worten begann und schloss Präsident O. Newert seine heutige Antrittsrede im Ratlossaal ab. Newert, desinteressiertes Mitglied der Kontraproduktiven Partei Sinnlos (KPD) wurde gestern als Präsident zwangsverpflichtet, als die Wahlen wie immer mit einer Wahlbeteiligung von -0,01% gestrichen wurden. Beenden wollte er seine 4Worte-Rede mit einem beherzten Sprung in die 5 Meter tiefere Stenographenloge, wurde jedoch vom panischen Eingriff des Vize-Präsidenten davor bewahrt, was uns eine weitere sinnfreie Wahl erspart hat. Die Bevölkerung ist nur beinahe gespannt, was der Präsident als nächstes plant um der unausweichliche Inflation und dem Niedergang der Gesellschaft zu begegnen.

++Gedenken++
Aus auktuellem Anlass gedenken wird dem kürzlich verstorbenem Präsidenten Kai Plan. Plan entging dem wohl unbeliebtesten Beruf dieser Nation als er sich auf der Toilette des Ratlossaals mit 6 Rollen Klopapier erwürgte.

++Kurznachrichten++
Optimisten schätzen den Zeitpunkt, bis zur endgültigen Auslöschung unsere Nation auf 10 Tacks. Statistiken lassen vermuten, dass jede Strategie, die diesen Ausgang verhindern könnte, scheitern wird oder das Ende um ein zehnfaches beschleunigen würde.

++Todesanzeigen++
G. und P. Missmut sowie U. Trauer starben heute während der Antrittsrede von Newert. Die drei Stenographen wurden von sich lösenden Dekorationen aus der Rednertribüne getroffen und starben noch in der Loge. Die 2 Stunden später eintreffenden Bestatter konnten nur noch den Tod feststellen.
tick 0.0 - Das Libretto berichtet:
Eröffnungsszene, Büro des Präsidenten

Parodie. (Ein herrschaftliches Arbeitszimmer, es erstreckt sich um einen gewaltigen Schreibtisch herum, der ganz offensichtlich der zentrale Mittelpunkt ist. Die Wände sind beinahe vollständig mit Bücherregalen vollgestellt, nur in der hinteren Wand befindet sich ein großes Sichtfenster auf einen Küstenstreifen. Sowohl an der rechten Wand als auch an der linken kann man jeweils eine Tür in die Nebenräume erkennen.
Vor dem Fenster befindet sich eine Balustrade, auf der eine Person eine Rede an das Volk weiter unten hält. Auf deren Rücken sieht man eine Ofenklappe, der diskrete Dampfwölkchen entweichen – es ist ein Roboter. Der Comte dirigiert anscheinend den Apparat mit einer Fernbedienung.)

Comte (murmelnd): „Hm, nun vielleicht was Unverfängliches zur Außenpolitik?“

(Ein Buchregal an der rechten Wand schiebt sich zur Seite, und aus dem Geheimgang tritt Malicieux, die rechte Hand des Comte.)

Malicieux: „Nun, wie ich sehe, habt Ihr Euch wohl eingelebt in meinem ehemaligen Gouverneurspalast?“

Comte: „Was? Ja ja. Ihr kommt etwas ungelegen. Dann werde ich wohl auf Automatik stellen, nicht wahr?“

Roboterpräsident: „Yes, we can!“ (Die Menge jubelt!)

Comte: „Darauf hätte ich schon viel früher kommen sollen. Eine problemlose zweite Amtsperiode UND weniger Arbeit. Schließt das Fenster, Malicieux, damit wir in Ruhe über die nächsten Schritte sprechen können.“

Malicieux (beäugt den Comte missmutig, weil der die Füße auf Malicieux' ehemaligen Schreibtisch gelegt hat): „Nun, ich bin immer noch neugierig: warum habt Ihr den alten Palast im Operettenstaat aufgegeben?“

Comte: „Ich muss Euch doch nicht an diese ganze ärgerliche Wirtschaftskrise erinnern, die die alten Reiche hinweggerafft hat? Als das ganze Volk nur noch Limonen zu essen hatte? Schrecklich schrecklich! Operettenstaat ist ziemlich heruntergekommen, und bis es sich erholt, werden Wir hier angemessen residieren. Ich freue mich übrigens, dass hier alles so gut in Schuss ist, das Gouverneursamt liegt Euch.“

Malicieux: „Jaaaaaa... wenn Ihr mich entschuldigt, ich muss noch weiter... aufräumen, bevor Ihr den Rest des Palastes besichtigen könnt.“

Comte: „Wohl getan. Nehmt aber diesen Papierwisch noch mit Euch und verbrennt ihn.“

Malicieux: „Was ist das? Ein Lotterieschein?“

Comte: „Ganz recht, für die Nationenratslotterie. Da wir aber nur einen Produktionswert von 4 haben, müssen wir gar nicht erst daran teilnehmen.“

Malicieux: „Das leuchtet ein, ich tue wie geheißen.“

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Ende Eröffnungsszene
tick 0.0 - Die Nullnummer berichtet:
Dritter

NullKommaNix. Bericht ist leer!
tick 0.0 - Monotonie Heute berichtet:
Unruhe

Langeweile. Das monotone Tick-Tack der Wanduhren erfüllt die ruhigen Flure mit einem wohligen Gefühl der Eintönigkeit, während die Journalisten in ihren Büros friedlich vor sich hindümpeln. Am Morgen ist der siebzehnte Testbildkanal auf Sendung gegangen, so dass den Bürgern unseres tristen Planeten nun ein noch breiteres Angebot an Einfallslosigkeit zur Verfügung steht. Zum Glück hat davon jedoch noch niemand etwas mitbekommen. Kurzum: Im Sendezentrum von LangeweileTV ist alles in bester Ordnung.

Plötzlich platzt jedoch ein gequältes Murmeln in die wunderbare Ruhe: Irgendwo in einer der oberen Etagen hat Öde Einton zum ersten Mal in seiner Karriere etwas zu tun. Er sitzt im Kontrollraum für eingehende Kommunikation und hat gerade eine Nachricht empfangen: Auf seinem Bildschirm befindet sich das Bild eines grauenhaft bunt gekleideten Außerlangweiligen, der ihn begrüßen zu wollen scheint. An seiner gelb-roten Mütze hängen seitlich kleine Glöckchen, die ununterbrochen bimmeln und den Eindruck verstärken, den schon das ununterbrochene Grinsen des Mannes erweckt: Der Mann hat gute Laune!

Geistesgegenwärtig schaltet Öde den Lautsprecher ab und stellt das Bild auf Graustufen um. Schon besser, so kann man es eine Weile ertragen. Jetzt genau nachdenken, was kann man tun? Eine Meldung an eine andere Abteilung im Haus kommt nicht in Frage, am Ende könnte man ihm noch einen Mitarbeiter zur Seite stellen. Außerdem erinnert sich sowieso niemand mehr daran, dass es seine Abteilung gibt und wozu sie eigentlich da ist. Schließlich hat noch nie jemand auf Langeweile eine Nachricht an den Fernsehsender gesendet. Aber irgendetwas muss er tun, schließlich hat sich da gerade ein Außerlangweiliger gemeldet - und noch dazu ein fröhlicher - das ist eine Bedrohung der nationalen Alltäcklichkeit.

Nach einigen Ticks des Überschlafens hat Öde die Lösung: Er legt die Übertragung für einige Sekunden auf den Testbildkanal 14, den Lieblingskanal des Oberlangweilers Einerlei. So erfährt letzterer davon und niemand kann die Störung der Eintönigkeit direkt mit Öde in Verbindung bringen. Sollen sich doch die da unten in der Sendeabteilung mit den unangenehmen Fragen herumschlagen!
tick 0.0 - Uniteresantes Magazin berichtet:
Präsident abgelöst

Drecksplanet. Am heutigen Tack wurde Diktator Soheisichnet nicht vom Volk von Dreckloch auf seine nächste Amtszeit vereidigt.

Wir verschweigen nun die Antrittslüge:

[Der Diktator tritt ans Pult]
" Hallo ihr Arschkrampen!
Ich bin eigentlich gar nicht hier um mit euch zu reden.

Leider kann ich Euch heute sagen das ich mir keine Mühe geben werde die unser Volk in den schnellstmöglich Untergang zu führen.

Wir alle befürchten eine Zeit des Todes, des Krieges und der Stagnation der Wirtschaft. Das wurde mir heute morgen beim Antrittsgespräch von meinem Kabinett vorgelogen.

Ich bin nun gezwungen nun die Gelegenheit auszuschlagen, Euch mien Kabinett vorzuenthalten:

Als da Nicht anwesend sind:
der erfolglose Handelsminister Bankrott.
der feige Verteidigungsminister Deckung.
der halbtote Gesungdheitsminister Pest.
der unter Überwachung stehende Innenminister Draussen.
und ,last and least, die Familienministerin Single.

Also, ich befürchte Ihr seid alle bald fällig.

Bis vorgestern."

Damit geht der Diktator seiner Wege.

tick 0.0 - Eiterexpress berichtet:
Genesis

Abzess. Einsame Stille...

Rote und gelblich grüne Ströme durchziehen die Oberfläche...

Eine liebliche Schwüle erfüllt die Luft und unterstreicht den allgegenwärtigen Gestank, der friedlich über die Landschaft zieht...

Auf den ersten Blick erscheint alles leblos...

Und doch – wenn man genauer hin sieht (genauer als man es eigentlich möchte), dann entdeckt man unzählige Massen an mikroskopischen Parasiten, die sich an den Resten der Vergangenheit laben...

Plötzlich ein Blubbern...

Es brodelt unter der Oberfläche...

Erst langsam, dann immer schneller und lautstark gurgelnd erhebt sich etwas aus – nein unter – der Oberfläche...

Unter immer stärkerer Spannung sammelt sich die Essenz der Unreinheit und formt eine fast perfekt sphärische Blase...

Kurz vor der unausweichlich scheinenden Explosion ist die Expansion plötzlich vorbei...

Entschlossen, unglaublich prall und kurz vor der Detonation erfüllt sie das Gelände mit ihrer Präsenz...

Der neue Herrscher der Fäule hat sich erhoben!
tick 0.21 - Uniteresantes Magazin berichtet:
Bündnis Abgelehnt.

Drecksplanet. Auf Wiedersehen Zuschauer,

Wir befinden uns hier weit abseits der Bündnistrauerfeiern auf Drecksplanet.

Die Trauer über die gescheiterten Bündnis verhandlungen ist unbeschreiblich.

Kein einziger Würdenträger lässt sich dazu herab den Trauermarsch zu besuchen. Gähnende Leere und Totenstille begrüßen Diktator Soheisichnet und seinen Nicht-Gast Diktator Eiterbeule.

"Gehasster Feind, wir hoffen wir sehen uns nie wieder und hoffentlich können wir auch in Zukunft jegliche Zusammenarbeit vermeiden." beginnt Diktator Soheisichnet seine Schweige.
"Das geplatzte Bündnis wird unsere Völker in eine Zeit des Krieges treiben und unsere Nationen mit sicherheit vernichten.
Ich verzweifle im Gedanken an unsere vergangene Feindschaft.
Ich sehe mich gezwungen nun zusammen mit Ihnen den Festbrüllerchor zu ignorieren."

Diktator Eiterbeule macht zunächst einen freudigen Eindruck , aber nachdem Ihm sein Überstzungsbazillus die besonder heiten unserer dämmlich Sprache erklärt hat ,erscheint er doch noch angmessen angepisst.

Und so begrüßen wir Sie bei dieser Übertragung wärend im Hintergrund der Festbrüllerchor beginnt Diktator Eiterbeule zu erklären, was Sie von seiner Mutter halten.
tick 1.18 - Geniestreich berichtet:
Bekanntmachung

Genius. Unser genialer Präsident Fobs, das größte Genie des gesamten Universums, hat sich soeben entschlossen ein Los für die große Nationenratslotterie zu erwerben. Mit dem schon eingeplanten
tick 1.18 - Geniestreich berichtet:
Fortsetzung

Genius. Unser geniales Nachrichtensystem hat ein nicht vorhergesehenes, geniales neues Feature offenbart, daher die kleine Unterbrechung.

... Hauptgewinn wird Fobs dann die Geschicke des Universums lenken. Einfach genial!
tick 2.1 - Die Press meldet:
Interview mit deinem Präsident

Sinnlos. Press: Wie missmutige Stimmen verbreiten, planen die Komödianten demnächst die Uraufführung eines Dramas. Was halten sie davon, die Galaxie als Bühne?

Newert: Sinnlos wird ja eh nicht bis zur Generalprobe bestehen, da muss ich mir wenigstens dieses galaktische Theater nicht an tun. Das ganze System ist doch schon eine Lachnummer für sich, warum noch drauf hinweisen?

Press: Eine Nummer sticht in der Nationenliste besonders heraus, Präsident 42 trumpfte ja schon früh mit Redegewandtheit auf. Was halten in sie von der gödelschen Theorie die ganze Welt als eine Zahl auszudrücken?

Newert: Dass nur Narren glauben, die Antwort auf alle Fragen, nach dem Sinn des Lebens und so könnte in einer einzigen Zahl stecken. Nun ja, wenigstens suchen sie noch nach dem Sinn in ihrem Leben. Wenn's ihnen Spaß macht. Mir nicht. Ich hab schon genügend alternative Antworten durchprobiert.

Press: Und?

Newert: Ich wurde nur noch depressiver als sonst.

Press: Auf NullKommaNix glaubt man ja, 'die' Fragen soll auf einem anderen Planeten zu finden sein. Als mögliche Kandidaten käme unter anderem ein Planet von Genosse Keppler im Garfield System oder ein Planet der Unkreativen in Frage. Wie schätzen sie die Wahrscheinlichkeit für ein aggressive Frage-Antwort-Politik zwischen Nummern und Unkreativen ein?

Newert: Zu solchen haltlosen Vermutungen will ich mich derzeit nicht äußern. Ich denke jedoch, dass Herr Unlustig mit seiner Namensgebung schon sehr nahe an meiner eigenen Einstellung bezüglich des Lebens und so liegt.

Press: Gut, dann bedanke ich mich hier für das erste Gespräch und denke wir werden uns später noch etwas weiter unterhalten können.

++Wirtschaft++
Mehrer Arbeiter der Pelo-Werke legten heute aus unbekannten Grund die Arbeit. Trotz einer Lohnerhöhung von 15% weigerten sich die Angestellten für über 3 Tage an ihre Arbeitsplätze zurückzukehren. Ein Sprecher teilte als Grund für den spontane Streikt mit: „Keine Lust.“ Diese Einstellung scheint nun auch auf die Pelo-Leiter überzuspringen. Ein Räumungsverkauf an die Tochtergesellschaft Hauptmann Reif ist im Gespräch.

++Todesanzeigen++
Peter Krum (47 Jahre) wird morgen 13.29 Uhr tödlich verunglücken. Sein Wagen wird bei einem Fußgängerübergang einen Blumenkübel streifen und darauf folgerichtig explodieren. In Trauer verbleiben seine Gläubiger Luigi und Don Papa.
tick 2.16 - Monotonie Heute meldet:
Auf zu fremden Völkern

Langeweile. Frustriert sitzt Öde im Cockpit seines Hyperraumshuttles und starrt abwechselnd auf die regelmäßig blinkenden Anzeigen auf dem Armaturenbrett und die scheinbar unbeweglichen Sterne draußen. Die rote Lampe ganz links blinkt alle sieben Sekunden, während die blaue und die grüne in der Mitte alle zwei bzw. drei Sekunden blinken. Genau alle 42 Sekunden blinken sie alle drei gleichzeitig und eine Sekunde später ertönt ein kurzer Signalton, gefolgt vom kurzen Aufblinken des gelben Startknopfs im Hyperraum-Kontrollfeld, der ihm anzeigen will, dass es an der Zeit ist, in den Hyperraum zu wechseln und sich endlich auf die Reise zu Präsident Zweiundvierzig und seinen Nummern zu machen.

Sie haben ihn erwischt und das ist jetzt die Strafe. Nach dem bunten Komödiantenbotschafter hatte er auch noch seltsames Zahlengewirr auf seinem Bildschirm und hat es auch noch auf Kanal 14 gelegt. Das war zuviel, Proteste von zweieinhalb Millionen Langweilern hatten dazu geführt, dass man ihn aufgespürt und aus seinem Kontrollraum entfernt hat. Warum müssen diese dämlichen Trottel auch alle den selben Testbildkanal schauen wie Einerlei? Weil er sich ja so für Außerlangweilige interessiere, haben sie gesagt, sei er geradezu prädestiniert für die Aufgabe als Botschafter. Und so sitzt er nun in seinem Shuttle und versucht, sich zu langweilen.

Öde Einton will nicht! Gerade erst hat er die schöne Regelmäßigkeit auf dem Armaturenbrett entdeckt und sich mit seinem Schicksal in diesem Cockpit arrangiert, da soll er diesen Knopf drücken und einfach so mit ansehen, dass die Knöpfe schon wieder anders blinken und die Sterne sich bewegen. Das ist einfach zu viel! Als eine Ehre haben sie es bezeichnet! So ein Blödsinn, er wäre viel lieber in seinem ruhigen Kontrollraum für eingehende Kommunikation geblieben und hätte weiterhin nichts getan. So wie alle anderen Langweiler auch. Aber nein, er soll ja diese dämlichen Nummern besuchen und Verhandlungen führen. Das könnte ja noch gehen, immerhin war der erste Artikel, den er in ihrer Nullnummer gelesen hat, recht langweilig, aber danach auch noch zu diesen Komödianten! Gar nicht auszudenken, auf welch sadistische Weise allein schon das Armaturenbrett ihm dann anzeigen wird, wohin es geht.

Mit einem tiefen Seufzen drückt Öde auf den gelben Knopf und sein Shuttle setzt sich in Bewegung.
tick 2.23 - Die Press schreibt:
Eröffnung des Nationenrats

Sinnlos. Vor wenigen Stunden haben die Genialen die Eröffnung ihres Nationenrats gefeiert. Unser Ausendeprisent Egon Krummel war live vor Ort. Nun sein Bericht:

Guten Tag Sinnlos, ich berichte hier aus Genius wo trotz strömenden Regens gerade der neue Nationenrat feierlich eröffnet wurde. Das Gebäude protzt geradezu vor genialsten architektonischen Konstrukten. Schon der Eingangsbereich weißt 25 verschiedene Stilrichtungen auf und auch im Foyer wurden sämtliche 360 Winkelgrade ausgenutzt und selbst die Bebauung in die vierte und fünfte Dimension wurde unternommen, auch wenn für Nicht-Genial die sich spontan verformenden Wand- und Bodenelemente aufs erste verwirrend wirken.
Wohl nur die Genialen konnten auf die Idee kommen hyperdichte Bodenfliesen für die Sanitärraum zu konstruieren, sodass sie eine eigene Gravitation oder so ähnlich erzeugen. Einziger Wermutstropfen, die Damentoiletten sind aufgrund eines Vorzeichenfehlers derzeit nicht benutzbar. Ein Haustechniker bezeichnete die aktuelle Situation als „abstoßend“.

Auch die Elektronik kann mal wie erwartet als Geniestreich bezeichnen. Eine absolut anonyme und abhörsicheres Wahlverfahren wurde den Anwesenden Reportern soeben vorgeführt. Die Stimmen (Ja, Nein, Enthaltung) werden von den Terminals der Ratsmitglieder mit einem Turing-45°-Trippler-Code verschlüsselt, der eigens für diesen Zweck von Präsident Fobs entwickelt worden sein soll, und dann über separate viermal isolierte Titaniumkabel zu einem vollständig abgeschirmten Rechner 15 Meter unterhalb des Verhandlungsraums geleitet werden. Dort erst wieder dekodiert, ausgewertet und über eine sekundäre gleichartige Leitung wieder zurück an die Terminals geschickt. Aus Sicherheitsgründen ist daher ein externer Zugriff auch nur über das Privatterminal des Präsidenten Fobs möglich.
Neben diesen technischen Kunstwerke im Verhandlungsraum, den verschieden Datenmonitoren, der Bar mit besten furunklianischen Likören, hochmoderne Sicherheit- und Überwachungsmechanismen und anderen genialen Einrichtungen und andere... bestimmt irgendwie sinnvollen Konstrukten, wirkt der freie Platz für die einzelnen Staatsoberhäuptern von etwa zwei mal zwei Metern gerade zu winzig.

Und während ich nun von zwei freundlichen Sicherheitseinheiten mit griffbereiten Schlag- und Stoßwerkzeugen zum Raumgleiter geführt werde, zurück nach Sinnlos.

Soweit der erster Eindruck vom neuen Nationenrat auf Genius.

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++Todesanzeigen++
Auf dem Raumflughafen Naund sind vor wenigen Minuten 3 Mitarbeiter des Bodenpersonals ums Leben gekommen. Ein Transportgleiter hatte seine aus 300 anonymen Verpackungen bestehende Ladung auf Landedock 3a verloren. Die von Mia K., Bruno R. und Sikmund L. durchgeführten Bodenarbeiten wurden durch die Landung eines Raumgleiters, welches Reporter von Genius zurück brachte, radikal unterbrochen. Die Schadstoffgase, der Inhalt der anonymen Verpackungen sowie die Hitze der Bremsdüsen des Gleiters sorgten für eine explosionsartige Deformierung der Ladedocks 3a bis 3f.
tick 3.13 - Das Flugblatt meldet:
Wichtige Mitteilung

Sitzblockade. Aufgrund streikbedingter Behinderungen erscheint die nächste Ausgabe unseres Flugblattes leider erst in nicht absehbarer Zeit. Wir bitten dies zu Entschuldigen und wünschen noch weiterhin gutes Gelingen der gemeinsamen Streikaktivitäten.
tick 4.3 - Die Press berichtet:
Richtigstellung

Sinnlos. Wie uns eben aus dem Pro-Depresiva-Forschungsinstitut mitgeteilt wurde, ist uns bei unser letzten Berichterstattung ein Fehler unterlaufen.
Wie uns die Forscher mitteilten, hat das einmalige Gemisch von feinstverteiltem Pro-Depresiva Plus, einer noch unklaren Konzentration Schadstoffe des Raumgleiters und die Hitze dessen Bremsdüsen zu einer evolutionären biochemischen Reaktion geführt. Die auf dem Resten des ehemaligen Landedocks 3a durchgeführten Test ergaben, dass sich kurz vor der Explosion in teilen dieses Gemisch eine auf Feinstaub und Trideprisulfioxat (Hauptbestandteil von Pro-Depresiva-Produkten) basierende Lebensform entwickelt hat. Eine auf die zentrale Bodenplatte geritzte Formel lässt die Forscher vermuten, dass das Wesen gerade dabei war die Riemannsche Vermutung zu widerlegen als es von der Explosion unterbrochen wurde.

Daher unsere Richtigstellung: Bei dem Unglück auf dem Landedock 3a der Raumflughafen Naund kamen 4 Lebewesen um.

++Anmerkung des Redakteurs++
Sowas kann auch nur bei uns passieren, Mist.

++Kurzmitteilungen++
Ein unbekanntes Flugobjekt ist gestern 2 Quadranten von Sinnlos entfernt erschienen. Eine Kontaktaufnahme blieb bis jetzt erfolglos. Optische Analysen stufen das Objekt jedoch schnell als runden Fels mit mehr oder weniger intelligentem Bewuchs ein. Auf Grund von Farbe und Beschaffenheit des Objekts vermutete man derzeit eine dunkle Splitterkolonie der Nummern, jedoch haben wir noch keine diesbezügliche Stellungnahme von Präsident Zweiundvierzig erhalten.
Ein Bekennerschreiben der Aktivistengruppe: „Komplexe Zahlen der 2,5ten Dimension“ auf NullKommaNix wurde bereits als Fälschung entlarvt.
tick 4.19 - Das Libretto meldet:
Diplomatische Beratung, Büro des Präsidenten

Parodie. (Wir sehen das präsidiale Arbeitszimmer. Hinter dem Tisch sitzend kratzt sich der Comte beständig am Kopf und schiebt die Lockenperücke hin und her. Der Grund dafür steht in Form seines Chefdiplomaten Bavard vor ihm, im traditionellen rot-gelben Schellenkostüm des diplomatischen Korps. Dieser hält immer wieder verschiedene Schrifstücke hoch, von denen wir aber nur die Rückseite sehen.)

Comte: „Nein. Nein! Nochmals: wer ist dies?“

Bavard (bemüht geduldig): „Dies, Exzellenz, dies ist Diktator Unlustig vom unkreativen Planeten Erde.“

Comte: „Derjenige, der pro Minute nur zehn Wörter spricht und unsere Diplomaten immer auf Testkanäle schaltet?“

Bavard: „Nein, das ist Genosse Einerlei vom Planeten Langeweile, dessen Videobotschaften wir stets im Schnellvorlauf wiedergeben müssen, um ihn darauf zu verstehen.“

Comte: „Aber er schaut ebenso unlustig drein! Unlustige Leute können Wir einfach nicht auseinander halten. Also sind die Unlustigen diese absolut Lachresistenten, über die Uns die Spezialabteilung für Klamauk unterrichtet hat?“

Bavard: „Nein, das wiederum sind die Depresiven unter Präsident Newert. Man kann es daran ausmachen, dass an ihm auf diesem Bild keine Spinnweben haften wie am unbeweglichen Einerlei.“

Comte: „Aber der sieht absolut gleich aus wie Monsieur Unlustig!“

Bavard: „Nein, seht des Weiteren unten rechts in der Ecke des Bildes, da kann man noch die Packung Pro-Depressiva(TM) hineinragen sehen. Ehrlich gesagt halte ich sie ebenfalls so auseinander.“

Comte: „Und dieser Newert lässt diese seltsamen Pessimisten-Meldungen in seiner Zeitung drucken, richtig?“

Bavard: „Nein, das ist Diktator Soheisichnet auf seinem von Gegenteiligen bewohnten Drecksplaneten. (Der Comte will gerade ansetzen, aber Bavard ist schneller) Haltet ein: den Namen gaben sie ihrer Heimat selbst!“

Comte: „Also dieser Soheisichnet dünkt mich derselbe wie der Genosse Einerlei. Seid Ihr sicher, dass Ihr mir nicht immer dasselbe Papier hinhaltet?“

Bavard: „Absolut, ich habe sie eigenhändig nummeriert. Wenn man genauer hinsieht, trägt Soheisichnet seine Hose auf dem Kopf, um sich gängigen Kleidungsvorschriften zu verweigern. Fast schon lustig, nicht wahr? (Der Comte blickt unvermindert verwirrt, und die Perücke wankt immer stärker) Lasst mich Euch zur Abwechslung etwas Leichteres zeigen: dies hier ist Diktator Eiterbeule.“

(Kurze Pause, selbst die Perücke verharrt, während beide auf das Papier starren, welches dankenswerterweise in Richtung des Comtes zeigt.)

Comte: „Nun, diesen können Wir unterscheiden. Leider. Wir werden zur Nationenratsversammlung besser eine zusätzliche Ladung parfümierter Tücher mitnehmen. (Erhebt sich) Das muss reichen, Wir werden uns auf der Reise zum Nationenrat weiter damit befassen. Die erste Sitzung findet in Bälde statt, und Wir wollen da persönlich erscheinen.“

(Der Comte schreitet zur Tür, hält jedoch im letzten Moment inne, weil ihm etwas Wichtiges entfallen ist.)

Comte: „Ach ja, das Bündnis! Ihr hattet doch was von einem strategischen Bündnis gesagt, bevor wir dies bizarre Staatsoberhaupt-Raten begonnen haben?“ (Ohne die Antwort abzuwarten fährt er fort). „Nehmt den, dessen Welt Parodie am Nächsten liegt.“

Bavard (überrumpelt): „Das wäre dann Diktator Unlustig, Exzellenz.“

Comte: „Genau. Wird gewiss ein Riesenspaß.“

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Ende Eröffnungsszene
tick 4.20 - Uniteresantes Magazin schreibt:
Die Diplomatie endet.

Drecksplanet. Alte Weisheiten--------------------------------------------

Innenpolitik:

Die Regierung von Diktator Soheisichnet ist zutiefst betrübt mitteilen zu müssen, dass Chefdiplomat Taktlos heute morgen nicht aufgebrochen ist um dem Nationenrat beizuwohnen.

Taktlos hat strikte Anweisung das Gesetz zur staatlichen Forschungsförderung auf jeden Fall anzunehmen.

Diktator Soheisichnet ist persönlich der Meinung das man also Diktator immer noch viel zu viele Forschungserfolge verbuchen kann. Deshalb ist dem gegenteiligen Volk jedes Gesetz sehr willkommen welches Probleme auf diesem Gebiet bereitet.



Abgesenkte Schneiderei:

Der berühmte Modedesigner Lumpen hat heute auf einer Modemissachtung seine neueste Kollektion Kopfhosen vorgestellt. Das uninteressanteste in diesen Tacks sind wasserdichte Inkonntinenzwindeln für sonnige Tage.



Stumpf-Faulheit:

Der letzte FCK (letzter Fauler Chips Knabberverein) hat heute den HSV (Hammermäßig Schlappe Vernichter) mit 3 zu fünf Tonnen verloren.

tick 5.16 - Eiterexpress meldet:
Blubb, dass war sein (vorerst) letztes Wort

Abzess. Gegen Mittag wurde in den verödeten Weiten von unserem triefenden Heimatplaneten ein bunt gekleideter Mann aufgegriffen.

Offensichtlich desorientiert und von blutigem Eiter durchnässt, lief er vollkommen planlos durch die Gegend.

Im Laufe der weiteren Ermittlungen ergab sich, dass es sich bei ihm offenbar um den Agenten einer neugierigen (Ohn)Macht handeln mußte.

Bei seinem Versuch, sich die fortschrittlichen Tumortechnologien unserer wuchernden Nation anzueignen, war er über die Glöckchen an seinen lächerlich langen Schuhen gestolpert und kopfüber in eine offen eiternde Wunde gefallen.

Da der erlittene Schock Lehre genug sein sollte beschloss unser gnadenlos großzügiger Diktator, ihn nach einer gehörigen Abreibung mit Schuppenflechten wieder seiner Wege ziehen zu lassen...

Und da sage noch jemand etwas gegen die Gastfreunschaft unserer glorreichen Nation!
tick 11.6 - Die Nullnummer berichtet:
23526686224864

NullKommaNix. 8630424072430382403460638370752638094730566636
tick 11.15 - Die Press berichtet:
Unkreativer Agent entlarvt!

Sinnlos. Der Flugüberwachung ist es heute gelungen ein Spion der Unkreativen zu entlarven. Etwa um 13.23 Uhr fiel im Terminalgelände des Flughafens Nurweghier Sicherheitseinheit Marvin2 eine Person in hellbraunem Trenchcoat, braunen Hut, Sonnenbrille und einer Zeitung mit münzgroßem Loch in der Mitte zwar sofort auf, sah jedoch zuerst noch keinen Grund für sinnlose Aktivität. Erst als die Person von einer zweiten Person gleicher Kleidung einen Aktenkoffer mit großer roten Aufschrift „Streng Geheim“ überreicht bekam, sah sich Marvin2 zu einer Klärung genötigt, sehr zu seinem missfallen aller.
Eine Durchsuchung des genannten Aktenkoffers ergab neben mehreren sich selbst zerstörenden Tonbändern, explodierender Zahnpasta und einem Kugelschreiber mit eingebautem Todeslaser und Telephon, mehrere Unterlagen, die Forschung bezüglich der derzeit noch geheimen Pro-Depressiva Aktiv (TM) Reihe betrafen. Der Agent der Unkreativen wurde vorübergehend inhaftiert, jedoch konnte sein Komplize, ein Hyperaktivist der Fröhlichen Workaholics-Gruppierung mit einem gestohlenem Gleiter entkommen.

++Todesanzeigen++
H.Unlust starb heute bei einem Unfall, als er in einem als gestohlen gemeldeten Fluggleiters mit einem Baum zusammen stieß. Durch den Zusammenstoß, der sich ca. 500 Meter über dem Flughafen Nurweghier ereignete, wurden desweiteren mehrere Menschen durch herab fallende Trümmer- und Holzteile leicht verletzt.

++Volkstrauer++
Aus bis jetzt noch ungeklärten Gründen hat Präsident O. Newert eine fünftägige Volkstrauer angeordnet. Eine Presseerklärung aus dem Präsidentenbüro wird aus Trauergründen derzeit noch nicht herausgegeben.
tick 12.17 - Geniestreich schreibt:
Geniales aus dem Nationenrat

Genius. Der einzige fähige Herrscher im Universum, unser geliebter Präsident Fobs hat soeben im Nationenrat vorgeschlagen, ein Gesetz abzuschaffen, das schon lange die wissenschaftliche Entwicklung der Galaxis behindert.

Wir hoffen, dass andere Nationen seinem genialen Rat folgen, und für die Abschaffung dieses wahrhaft nutzlosen Gesetz stimmen.


tick 12.17 - Die Nullnummer schreibt:
Unheil kündigt sich an!!! Nur: Für wen?

NullKommaNix. Tack 12.17:
2.Diktator Soheisichnet der Gegenteiligen 1150
3.Präsident Comte Ridicule der Komödianten 1137
4.Präsident Zweiundvierzig der Nummern 1124
5.Präsident Olaf Newert der Manisch Depressiven 1111

Differenz jeweils 13!!! Ein Zeichen!!! Das Ende naht!!!
tick 12.20 - Zeitung schreibt:
Ungenialität und Selbstüberschätzung

Erde. Nach dem neusten Clou der s.g. Genialen stellt sich unweigerlich die Frage: Sind die Genialen wirklich genial oder leiden sie nur unter enormer Selbstüberschätzung?

Es wird diskutiert, ob ihnen womöglich die Macht des Nationenratvorsitzes über den Kopf gestiegen ist.
Wie sonst erklärt sich, dass sie zunächst ein vollkommen sinnloses, kommunistisches Gesetz auf den Weg bringen, um es anschließend wieder abzuschaffen?

Wir dürfen gespannt sein, ob die s.g. Genialen durch die Stagnation im Nationenrat einen genialen Plan verfolgen, oder ob sie, wie man so schön sagt, einfach nur unfähig sind.
tick 12.21 - Das Libretto berichtet:
Die Zweite Ratsversammlung, Foyer des Nationenrats

Parodie. (Die Bühne erhellt sich langsam und zeigt ein Kaleidoskop aus geometrischen weißen Formen, die im freien Raum in unvorhersehbaren Mustern zu driften scheinen. Zur nicht geringen Erleichterung der Bühnenbildner stellt die Bühne eine dieser weißen Flächen dar – der Rest der Szenerie wird lediglich geschickt in Form bewegter Bilder auf die Seitenflächen geworfen. Auf den anderen Flächen sind unterschiedlichste Gestalten der anderen Völker zu sehen. Hin und wieder gleiten diese Flächen an die Bühne „heran“, sodass diese Gestalten als beständiger Strom aus dem Hintergrund auf die echte Bühne treten oder auch wieder abgehen. Die Ausleuchtung des Raumes ist in allen erdenklichen Farben gehalten und mindestens so spektakulär wie die Plattformen.
Auf der Bühne stehen der Comte und Malicieux.)

Comte: „Also wirklich, dieser Ort ist... bemerkenswert. Aber ich kann noch immer nicht den Weg zu Sitzungsort sehen. Oder den Sitzungsort selbst. Wie sollen wir denn rechtzeitig hinfinden? Es sind immerhin nur noch 99 Ticks bis zur Abstimmung.“

(Malicieux trägt ein violett glühendes Gerät, dessen Anzeigen er lässig abliest, während an einem dreieckigen Podest diverse Steuerungselement bedient)

Malicieux: „Sorgt euch nicht, Euer Exzellenz, mit einem soliden Grundwissen der nicht-euklidischen Mathematik vierter Dimension kommt man hier problemlos durch. Mit meinen Kenntnissen der Werke von L noch viel schneller, ihr werdet sehen.“

Comte: „Oh, dann ist es gut. In dem Falle haben wir doch sicherlich noch Zeit für die Cocktail-Bar. Ich erinnere mich, etwas über deren außergewöhnliche Liköre gelesen zu haben.“

Malicieux: „In der Tat, man sagt, sie bringen Farbe ins Gesicht. Ah, Gruß Euch, Senator Bierernst!“ (er verneigt sich vor einem streng dreinblickenden weißhaarigen Mann, dessen Zwirbelbart präzise waagrecht unter der Nase hervorragt. Zum Comte gewandt sagend:) „Der Oberste Repräsentant der Unkreativen in diesem Gremium.“

Bierernst: „Guten Tag. Das Wetter ist sehr schön heute.“

Comte: „In der Tat, in der Tat. Ich hoffe, Eurer Gemahlin geht es bestens. Bitte richtet des Weiteren Diktator Unlustig meine herzlichsten Grüße aus.“ (Er gibt Malicieux ein vages Zeichen, irgendwie weiterzuschweben. Bierernst indes geht in einer exakten geraden Linie weiter und verschwindet auf einer anderen Plattform) „Hoffentlich müssen Wir heute diese Worte nicht noch ein viertes Mal mit ihm wechseln. Fliegt doch mal zu diesem grünen Leuchten hinüber, Malicieux, dies interessiert Uns.“

Malicieux: „Mit Verlaub, das ist nur der Energieminister der Langweiligen. Ich sehe gerade, wir sollten uns eher in die Richtung der Lounge halten.“

Comte: „Sollten Wir das? Und was führte Euch dazu, von meinem eigentlichen Ziel der Cocktailbar abzuweichen?“

Malicieux: „Die Botschafterin Zweiundvierzig, unter anderem auch bekannt unter dem Namen 'Heiße Nummer'. Wir haben selten eine so passende Bezeichnung gehört.“

(Der Comte starrt zu der entfernten weiblichen Gestalt hinüber, deren Reize selbst in der Distanz klar ersichtlich sind.)

Comte: „Puh. Ist das warm hier. Vielleicht sollten Wir kurz anhalten und sie fragen – Nein! Malicieux, bringt Uns bloß hier weg. Wenn dies werte Gemahlin erfährt, können Wir wieder drei Tage lang nicht aufrecht gehen. Eine Pein war das!“

Malicieux (in sich hineinkichernd): „Oh ja, das wäre fatal. Außerdem würde ich eine Wette mit dem Kämmerer verlieren. Oh, seht, da ist schon die Bar.“ (Selbige taucht am rechten Bühnenrand auf. Der Comte eilt sofort hinüber.)

Comte: „Und keine Minute zu spät, Wir brauchen dringend etwas Kühles! Ihr da, Getränkeausteiler, von dieser gelben Flasche da, das sieht gerade recht aus!“

Malicieux: „Bei den Himmeln, Exzellenz, haltet ein! Nicht den Eiterlikör! Der ist für Menschen ungenießbar! Auweia, zu spät!“

(Der Vorhang fällt über dem grünen entsetzten Gesicht des Comtes.)

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Ende Foyerszene
tick 13.14 - Geniestreich schreibt:
Nicht genial: Besoffener Comte sorgt für Eklat

Genius. Die erneute Abstimmung über eines der erfolgreichsten Gesetzen des Unversiums hat nicht überall Begeisterung hervorgerufen. Präsident Fobs musste sich im Nationenrat bösen Anschuldigungen widersetzen.

Diktator Unlustig nannte den Vorschlag ungenial und kommunistisch, da er dessen Genialität und Kreativität nicht erkennen konnte.

Ein stürzbetrunkener Präsident Comte rief im Foyer des Nationenrats immer wieder: "Da steckt doch nur dieser Reiner Einerlei hinter! Dessen Tage sind sowieso gezählt." Als er schließlich von Malicieux weggezogen wurde, lallte er noch Worte, die wie "Wir wollen keine Zahlen" klangen.

Um in Zukunft langweilige Gesetzesvorschläge zu vermeiden, forderte deshalb Präsident Fobs auch andere Nationen auf, aktiv für ihre Vorschläge zu werden, statt nur hinterher die eingebrachten Entwürfe zu kritisieren.
tick 15.21 - Geniestreich berichtet:
Atomkraftwerke sprengen ist langweilig!

Genius. Präsident Fobs hat soeben verkündet, dass er sich von den öden Aktionen des Genossen R. Einerlei gelangweilt fühlt. Deshalb werden dessen Gestzesvorschläge in Zukunft keine Beachtung mehr finden. Gähn!
tick 16.16 - Die Nullnummer meldet:
Kreise: Streiker fordern 100% mehr Wohnraum

NullKommaNix. Wie aus gewöhnlich eher mittelmäßig unterichteten Kreisen verlautete, verlangen die streikenden Streiiker 100% mehr Fläche - bei gleicher Streikzeit.
Lucky, der herrschende Herrscher, steht zurzeit sowieso schon unter Druck, da die Streikkassen aufgrund des Streiks zu Beginn des Tocks leer sind und ein gewisser Nachholbedarf gegenüber anderen Völkern besteht. Zurzeit überlegt noch, ob er der Forderung nachkommen soll und wenn ja, ob er auf internes oder externes Wachstum setzen soll.

Die Meinung des eventuell Betroffenen Olaf N. aus S: Grummel, grummel.
tick 17.21 - Uniteresantes Magazin berichtet:
Warum Umstände machen....

Drecksplanet. Raumhafen Absturz, Tick 12.17.

Ein ganz normaler, schlechter Tack.

Chefagent Auffällig dreht gerade mit den Agenten Laut und Inkompetent eine Patrollieneckige.

Auffällig: He, Ihr da! Ja ihr! Da scheint ja heute nix loszu sein.

Laut: JA BOSS! GAR NIX LOS HIER!

Auffällig: Genauuuu!

Inkompetent: Ja Boss. Oh Hallo, Oma Meier, schöner Racketenwerfer. Viel spaß beim flug.

Ein sehr junge Frau mit einem großen Raketenwerfer geht hämisch lachend an Bord eines Interplanetar-Shuttels während
ein Unbekannter mit Großer Hornbrille und Pappnase sich dem Team nähert.

Unbekannter: Hallo, ich bin kein Spion und komme auch nicht von den Unkreativen.

LAUT: ENTSCHULDIGUNG KANN ES SEIN, DASS SIE IHREN TRANSLATOR NICHT AUSGESCHALTET HABEN?

Unbekannter: Äh,... nein der ist ausgeschaltet. Sehen sie hier.

Inkompetent: Stimmt der ist ausgeschaltet. Das heist aber das sie das tasächlich nicht so gemeint haben wie Sie es gesagt haben.

Unbekannter: Ja, ich hab mir gedacht warum mir was Unkreatives ausdenken, dass dann doch nicht wieder durchschaut wird...

Auffällig: He Ihr! Lasst den Kerl laufen....

Inkompetent: Wen? Den Unbekannten?

Auffällig: Geenauuu!

Laut: JETZT LASS IHN SCHON LAUFEN!

Inkompetent macht einen Schritt nach vorn, breitet die Arme und ruft "Buh!"

Der Unbekannte reist beide Arme nach oben, ruft "Ah!" und rennt Haken schlagend davon.

Auffällig: He Ihr! Ja, Ihr! Ihr seid wirklich die schlausten Agenten die wir hier haben. Naja auf jeden Fall wird er hier bleiben.
tick 18.23 - Geniestreich schreibt:
Genial: Zustimmung für Fobs steigt weiter

Genius. Nachdem bei ersten Sitzung des Nationenrats viele Regierungen die Genialität der Staatlichen Forschungskontrolle noch nicht erkennen konnten, hat sich dies jetzt geändert. In einem genialen Schachzug hatte Präsident Fobs das vom Quotenkommunisten R.Einerlei immer wieder kritisierte Gesetz erneut zur Abstimmung gestellt. Diesmal war die Zustimmung überwältigend.

Hier einige entlarvenden Stimmen der Befürworter unkontrollierter Turboforschung:
"Eigentlich sind wir ja dafür, trotzdem stimmen wir dagegen. Also gegen die Beibehaltung. Machen wir immer so."
"Kreatives Gesetz! Pfui! Einfach Standardforschung!"
"Zu aufregend, dieses neue Gesetz. Wir forschen doch eh nicht."

Zum Glück konnten sie sich nicht durchsetzen. Anträge für den nächsten Gesetzentwurf können ab sofort eingebracht werden.
tick 19.22 - Uniteresantes Magazin meldet:
Schweigen zur Innenpolitik

Drecksplanet. Auf Wiedersehen gehasste Wegseher. Blöd das sie alle weg sind.
Diktator Soheisichnet wird in wenigen Sub-Ticks zur Lage unserer Innenpolitik schweigen.

Ah da geht er gerade..

Soheisichnet:
"Verachtete Mitbürger,

Am heutigen Tack hat ein kompetenter "Experte" der Langweiler versucht, unsere Atomkraftswerktechnologie signifikant zu verbessern und die Bevölkerung unseres planeten zu schützen.

Dabei hatte er leider Erfolg,weshalb wir uns nun keine Gedanken machen wie wir dies ignorieren. Andere Staatsklaven die nciht mit uns zusammen arbeiten wollen sollen sich blos nicht bei uns melden.

So jetzt kommen wir zu viel wichtigeren Themen."

Damit betritt der Diktator die Rednerbühne....
tick 22.21 - Das Libretto berichtet:
Treibjagd, Dachboden des Präsidenten

Parodie. (Der präsidiale Dachboden des Palastes, direkt über dem Arbeitszimmer. Obgleich verhältnismäßig ausladend ist er doch durch zahlreiche Kisten, wunderliche Maschinen und kuriose Regale eingeengt. Durch dieses Labyrinth aus Staub und Skurrilität schlängeln sich in geduckter Haltung Malicieux und eine weitere Gestalt mit einem enormen Schlapphut. Beide halten ein piepsendes Gerät in den Händen, und beide unterhalten sie sich gedämpft.)

Malicieux: „Die Peilung weist eindeutig auf diesem Ort. Hier irgendwo ist er zweifellos.“

Agent Da Capo: „Da könnten wir tagelang ohne Erfolg suchen. Was tun wir nun?“

Malicieux: „Benutz deinen Kopf, Mann. Warst du noch nie auf einer Jagd? Wir werden ihn aufscheuchen.“

Da Capo: „Ein ausgezeichneter Plan, ehrwürdiger Gouverneur! Wie sollen wir es anstellen?“

Malicieux: „Hör gut hin und stimm dann mit ein. Ach ja – und wenn wir das Ganze abgeschlossen haben, beleg schleunigst einen Auffrischungskurs in Taktik.“

(Richtet sich auf und spricht betont lauter, als solle es eine dritte Person hören.)

Malicieux: „Hier irgendwo muss meine alte Rechenmaschine stehen! Ihr wisst schon, ich erzählte Euch davon, wie ich mit ihr herausfand, dass alle Primzahlen durch 4 teilbar sind!“

(Hinter einer der Kisten links ertönt ein gedämpftes Keuchen. Da Capo durchblickt die List.)

Da Capo: „Aber ja! Ein unverzichtbares Axiom modernster Mathematik! Nur so konnte man beweisen, dass die Summe aller Dreieckswinkel an Sommertagen stets 254,8° ergeben!“

(Das Keuchen geht in ein gequältes Wimmern über.)

Malicieux: „Und dass das Kürzen von Nenner-Summen in Brüchen integraler Bestandteil bei der Berechnung imaginärer Zahlen größer 0 sein muss!“

(Mit einem lauten Schrei stürzt hinter besagter Kiste ein Spion der Nummern hervor und rennt in reinster Verzweiflung auf ein Giebelfenster zu, um sich in seiner Qual hinauszustürzen. Malicieux reagiert sofort.)

Malicieux: „Pi ist genau drei!“

(Von dieser Ungeheuerlichkeit in den Rücken getroffen fällt die Gestalt steif wie ein Brett um. Da Capo eilt sofort hinüber und fesselt sie mit Handschellen. Auf der rechten Seite wird von unten eine Klappe aufgestoßen, und ein linsendes Periskop erscheint. Nach kurzem Suchen blickt es zu den drei Personen in der Dachkammer herüber).

Comte (von unten durch die Luke rufend): „Dürfen Wir dem erheblichen Radau entnehmen, dass der Spitzel nun gefasst wurde?“

Malicieux: „Sehr wohl, Euer Gnaden, mit einem ausgewogenen Anteil an geistiger Gemeinheit.“

Comte: „Nun, Wir sind erfreut, dass Ihr Euren Spaß hattet. Ist er denn wenigstens noch vernehmungsfähig? Mit seinem Wissen über Zahlen kann er Uns gewiss beim klugen Ausfüllen von Lottoscheinen helfen. Mit Sicherheit behaglicher für ihn als Bruder Galgenstricks Behandlungen, und bei weitem besser für unsere Staatskasse.“

Malicieux (resigniert): „Gewiss doch. Lottospielen. Wie Ihr befehlt.“

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Ende Dachbodenszene
tick 25.17 - Zeitung schreibt:
Ungenial: Zustimmung für Fobs sinkt ins Bodenlose

Erde. Nach dem kurzfristigen Höhenflug nun die Ernüchterung: Der Nationenrat hat, mit überwältigender Mehrheit, seinen neusten Gesetzesvorschlag abgelehnt.
Diktator Unlustig spendete dem völlig aufgelösten Fobs nach der Sitzung Trost und sagte ihm Unterstützung für dieses Gesetz zu einem späteren Zeitpunkt zu. Derweil forderte er den Abbau von Handelsschranken per Gesetz. Dies begründete sein Pressesprecher mit der Notwendigkeit von staatlich subventionierter Beschäftigungspolitik und einem geplanten Rettungspaket für die notleidende Rüstungsindustrie.
tick 28.11 - Geniestreich schreibt:
Lustig: Comte wirbt für Frieden von Glakat

Genius. Auf Vorschlag des Comte (Erster Staatsschauspieler der Komödianten - Anm. d. Red.) findet die nächste Nationenratssitzung in dem kleinen komödinantischen Vorstadtheater von Glakat im Operettenstaat statt. Dort soll ein offizieller Friedensvertrag unterzeichnet werden.

Kritiker werfen dem Comte vor, ein unnötiges bürokratisches Ungetüm schaffen zu wollen. Präsident Fobs kritisierte den Vorschlag als populistisch, da die Galaxis momentan so friedlich ist, wie schon lange nicht mehr. Die Statuten des Nationenrats zwingen ihn aber jeden fristgerecht eingebrachten, formal korrekten Gesetzesvorschlag irgendwann zur Abstimmung zu stellen.
tick 28.13 - Das Libretto meldet:
Demonstations-Szene, Waffenfabrik

Parodie. (Der Vorhof eines langgestreckten Backsteingebäudes. Auf den soliden roten Grundmauern, in der in regelmäßigen Abständen große Rundtore eingelassen sind, ruht eine typische frühindustrielle Dachkonstruktion aus Glas und Stahl. Der Vorhof erstreckt sich entlang des Blickwinkels des Zuschauers, daher ist die linke Seite der Bühne ein kurzer gekiester Platz, gefolgt von einer freien Wiese, während der rechte Bühnenrand die Backsteinwand des Gebäudes darstellt, in der ein großes Werkstor zu sehen ist.
Der Comte, Malicieux und der Feldmarschall beraten sich in eben diesem Vorhof.)

Der Comte: „Also ist es wirklich wahr. Die Genialen haben Unseren Gesetzesvorschlag für bare Münze genommen?“

Malicieux: „Überraschenderweise ja. Wir vermuten, dass unser Diplomat der einzige war, der den Weg zur Einreichungsstelle gefunden hat. Wie Ihr ja wisst, ist das Nationenratsgebäude ein Tollhaus.“

Der Comte: „Oh, das erklärt ihr Ersuchen, die Konferenz im Operettenstaat abzuhalten. Es hat Uns ein wenig überrascht – Wir meinen, Glakat, da sagen sich doch Renard und Lièvre Bonsoir! Selbst der Bürgermeister hat den Ortsnamen damals in einem Gähnanfall falsch geschrieben.“

Feldmarschall: „Sorgt Euch nicht Exzellenz, dies gereicht uns zum Vorteil. Diesen Ort können wir im Handumdrehen sichern, wie es sich für ein interplanetaren Gipfel gehört.“

Malicieux: „Vielleicht könntet Ihr auch noch gleich die umliegenden Häuser renovieren? Als ich das letzte Mal dort war, fiel dort dank des Limonen-Missmanagement der Putz von den Wänden.“

Feldmarschall: „Keine Sorge, das wird nicht nötig sein - die Häuser sind unbewohnt, wir haben die Bevölkerung bereits weitläufig evakuiert und Sicherheitszäune errichtet. Der Zutritt zur Zone wird strengstens mit trainierten Spürhunden und Geruchsspur-Erkennung kontrolliert, wie das in modernen echten Demokratien sein soll. Außerdem ist die neue Elitegarde fertig, die wir dort einsetzen und daher Euch heute demonstrieren wollen.“

Der Comte: „Oh. Wir sind gespannt. Hattet Ihr mir nicht davon berichtet, Malicieux?“

Malicieux: „Laut der Spezifikation...“ (er zieht ein Faltblatt hervor und mustert es, bevor er es den anderen beiden zeigt) „... entspricht es in der Basis der Mechanomiliz, die für unsere neue Truppen verwendet wird, ist das korrekt, Feldmarschall?“

Feldmarschall: „Sehr richtig. Beginnen wir mit der Demonstration.“

(Er drückt auf einer eigens mitgebrachten Fernbedienung einen Knopf. Die Werkstore gleiten mit einem sanften Zischen in die Seitenwände, und heraus tritt - Hamlet. Die Gestalt trägt die klassischen Shakespeare-Gewänder, nur die betont schwarzen Augenringe und das bleiche Gesicht widersprechen dem üblichen Bild. In der Hand des hervorgestreckten Arms trägt er einen nach vorne blickenden Metallschädel, dessen Augen rot glühen. Aus dem Rücken entweichen immer wieder kleine Dampfwolken, während er unbeirrt an den dreien vorbei zum Rand der Wiese schreitet und dort regungslos verharrt.)

Comte: „Oh, sehr einfallsreich. Wir sind sicher, sowas hat in der ganzen Galaxis keine einzige Armee. Was kann der Apparat alles?“

Feldmarschall: „Nun, das Weinende Auge hat zusammen mit dem Tragödien-Ministerium darauf geachtet, dass die Basiseinheit zugleich widerstandsfähig und für den Truppenkampf einsetzbar ist. Konventionelle Angriffe des Feindes bleiben wirkungslos.“ (Er drückt einen weiteren Knopf, und ein Piano fällt von oben auf den Roboter herab. Der bleibt völlig unbeeindruckt stehen.) „Ihr seht, keinerlei komödiantische Regung. Lasst mich nun die gewöhnliche Angriffssequenz starten.“

(Er drückt einen weiteren Knopf.)

Mechanomiliz 'Hamlet 2.0' (spricht mit Konservenstimme): „Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage!“.

(Er hebt den Arm an, und aus dem Schädel schießen rote Laserstrahlen hervor. Eine getroffene Zielscheibe im Hintergrund explodiert).

Der Comte: „Ausgezeichnet, ausgezeichnet! Mit einer solchen Inspiration wird die Abstimmung gewiss amüsant werden.“

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Ende der Demonstations-Szene